Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Kinder und Jugendliche,

in der kommenden Sitzung des Marktgemeinderates beschäftigen wir uns wieder mit dem Energienutzungsplan. Nachdem große Potenziale für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in der ersten Vorstellung der Ergebnisse im Marktgemeinderat schon aufgezeigt wurden, werden jetzt die fachlich sinnvollen und rechtlich möglichen Standorte für Windkraftanlagen in unserer Gemeinde aufgezeigt. Natürlich werden auch die geänderten Rahmenbedingungen vorgestellt, die sich vor allem aus dem sogenannten Sommerpaket des Bundeswirtschaftsministeriums ergeben. Demnach müssen in Bayern bis 2026 1,1 % der Landesfläche und bis 2032 1,8 % der Landesfläche als Vorranggebiete für die die Windenergie ausgewiesen werden. Derzeit sind 0,7 % ausgewiesen und davon viele Flächen noch nicht einmal genutzt bzw. rentabel nutzbar. Die Windkraft hat ab sofort vorrangiges Interesse gegenüber bisherigen Schutzgütern. So kann auch in Landschaftsschutzgebieten ausgewiesen werden, wenn es mit anderen Flächen nicht funktioniert. Auch im Wald kann gebaut werden. Die Energiekrise mit irrsinnigen Preissteigerungen vor allem für fossile Energieimporte erfordern Maßnahmen, die man bislang nicht für möglich gehalten hat. Mittlerweile sprechen so gut wie alle an der Diskussion Beteiligten von einem nötigen Turbo für die regenerativen Energieträger. Dies sind neben Holz, Biogas oder Geothermie eben vor allem Wind und Sonne.

Um dennoch besonnen zu handeln und die Bürgerschaft mitzunehmen, werden in der kommenden Sitzung des Marktgemeinderates keine Beschlüsse fassen. Vielmehr ist vorgesehen, das Thema im Rahmen der anstehenden Bürgerversammlungen vorzustellen und zu diskutieren. Auf der Grundlage der Erkenntnisse wird sich der Marktgemeinderat im Herbst/Winter mit dem weiteren Vorgehen befassen. Es besteht gewisser Handlungsdruck, weil unser zuständiger Regionaler Planungsverband Oberfranken West das Thema Windkraft wie alle weiteren Planungsverbände in Bayern einer Fortschreibung unterzieht. Ich informiere in den Bürgerversammlungen umfassend über die Thematik.

Und hier noch einige weitere interessante Informationen:

1. In unserer alten Kita in der Schule in Drügendorf wurde die Notkrippengruppe rechtzeitig auf die Beine gestellt. Ich danke allen Beteiligen, vor allem unseren Erzieherinnen, die sich für die wichtige Sache engagiert haben. Wir können damit so gut wie alle Betreuungswünsche erfüllen.

2. In unserer neuen Kita am Sportgelände in Eggolsheim können wir schon das Richtfest feiern. Es geht sehr zügig voran, die Baufirma hat den Rohbau fast fertig.

3. Im Rathaus kommen ab dem 1. Oktober 2 neue Mitarbeiterinnen für das Bürgerbüro und die sogenannten Zentralen Dienste (also Zuarbeit der Geschäftsleitung) hinzu. Damit sind wir dann nach verschiedenen Personalwechseln dann hoffentlich längerfristig gut aufgestellt und können ohne Schließungen den gewohnten Service bieten.

4. Die Verbesserungsbeiträge für die Abwasserbeseitigung fallen sehr moderat aus. Hintergrund ist vor allem, dass unsere Kläranlage dank einer Vorreinigung in einem Gewerbebetrieb wieder sehr gut funktioniert und noch einige Jahre gute Dienste leisten kann. Die Gebühren für den laufenden Betrieb müssen angesichts steigender Betriebskosten erhöht werden. Auch hier haben wir uns auf das absolut nötige Maß beschränkt. Steigende Energiekosten werden künftig weiteren Einfluss auf die Gesamtkosten nehmen.

5. In Eggolsheim veranstaltet der Dorftreff Faulenzer wieder eine Zeltkerwa, diesmal am Sportgelände. Das ist nach der Corona-Pause ein wichtiges Zeichen. Auch die anderen üblichen Angebote eines Kerwa-Betriebs wie in der Vor-Corona-Zeit wird es geben, also Schausteller in der Hartmannstraße, Baumaufstellen und Angebote in der Eismann-Scheune. Auch die anderen Kirchweihfeste in der Gemeinde laufen ja wieder normal. Hoffen wir auf einen guten Herbst.

 

Herzlich

Ihr und Euer

Claus Schwarzmann

1. Bürgermeister

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