Unverhoffte Möglichkeiten in der Dorferneuerung Drosendorf

Das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) hat einem vereinfachten Dorferneuerungs-Verfahren für Drosendorf zugestimmt. Der Marktgemeinderat hat mit seiner Beschlussfassung in der letzten Sitzung dem zügigen Einstieg in das Verfahren mit einem Kostenvolumen von ca. 1,7 Mio € zugestimmt. Zuvor hatte Werner Bauer vom ALE in der Bürgerversammlung in Drosendorf eine 70 prozentige Förderung für die öffentlichen Maßnahmen in Aussicht gestellt.

In der Bürgerversammlung wie im Marktgemeinderat wurden die technischen Planungen des Ingenieurbüros Weyrauther durch Herrn Stefan Seubert vorgestellt. Dazu gehörten auch die Überlegungen unserer Landschaftsarchitektin Sonja Pelz-Lindner, die sich um die Gestaltung der Ortschaft kümmert. Die Planungen werden mit den betroffenen Grundstückseigentümern im Detail besprochen, bezüglich des Dorfplatzes werden Anlieger und Kirchenverwaltung bereits eingebunden. Wir wollen zu zügigen Ergebnissen kommen und dann den Antrag an das ALE schnellstmöglich stellen, um den hohen Fördersatz abzusichern.

Ursprünglich war in Drosendorf nach der Sanierung der Ortsdurchfahrt (Feuersteinstraße) durch den Landkreis nur die Neuanlage eines durchgängigen Gehweges angedacht. Im Rahmen des Verfahrens können nun auch Gestaltungen von öffentlichen Plätzen und Randbereichen erfolgen, die die Ortschaft wesentlich aufwerten. Dies ist erfreulich.

Dass in vereinfachten DE-Verfahren nun auch private Maßnahmen der Anlieger mit erhöhten Fördersetzen unterstützt werden, ist neu. Werner Bauer hat mitgeteilt, was für die Anlieger von großem Interesse ist: Dorfgerechte Um-, An- und Ausbaumaßnahmen sowie die dorfgerechte Erhaltung, Umnutzung und Gestaltung von ländlich-dörflichen Wohn-, Wirtschafts- und Nebengebäuden werden mit 30 % oder bis zu 50.000 € je Gebäude unterstützt, Denkmale oder besonders wertvolle Gebäude mit 40 % oder bis zu 80.000 €. Auch Vorbereichs- und Hofräume werden mit 25 % oder bis zu 15.000 € gefördert.

Sogar dorfgerechte Ersatz- und Neubauten zur gestalterischen Anpassung oder zur Innenentwicklung werden gefördert. Details sind in der Bauverwaltung der Gemeinde oder im ALE in Bamberg zu erfahren. Besonders wichtig in Drosendorf: Auch Anwesen, die bei der letzten Dorferneuerung schon gefördert wurden, können unterstützt werden, allerdings nur für Teilbereiche, die noch nicht gefördert wurden: Wenn bei einem Anwesen Maßnahmen am Haus schon gefördert wurden, besteht hier keine Möglichkeit mehr, dafür aber bei Investitionen in Nebengebäude oder in den Hofraum. Rückfragen, ob Zweitmaßnahmen gefördert werden, richtet man am besten direkt ans ALE.

 

Gez.

Claus Schwarzmann, Bgm.


 

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